Australien, Länder
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Australien – Eine Liebesgeschichte

Ja, ich gestehe es: Australien ist so etwas wie meine grosse Liebe! Nicht nur als Feriendestination, nein, ich durfte auch einmal für ein paar Monate in Australien arbeiten. Aber alles der Reihe nach.

Australien war bereits meine Jugendliebe. Ich glaube, es war in der fünften Klasse, als wir das Thema für einen Vortrag und einen Aufsatz Land frei wählen durften. Klar, ich machte den Vortrag über Australien! Warum? Ich weiss es nicht. Aber irgendwie hat mich das Land bereits zu dieser Zeit fasziniert. War es die rote Erde oder die speziellen Tiere? Jahre später war ich für einmal im Leben zur richtigen Zeit am richtigen Ort und ich bekam im Jahre 2002 durch meinen Arbeitgeber die Chance,  für einige Monate ins Mutterhaus der Firma in Melbourne arbeiten zu gehen. Das Schicksal meinte es gut mit mir. Ich wohnte in einem Apartment eines Hotels, welches von einem coolen Manager namens Brett geführt wurde. Bereits in der ersten Woche wurden wir beide gute Kumpels. Mittlerweile ist er mein “Aussie Brother from another Mother”. Sprich, ich habe in Australien durch Brett Anschluss an eine typische australische Familie gewonnen. Seine Familie! Mittlerweile hat er Frau und Kind und meine Familie wird  durch das auch immer grösser. Das heisst, seit meinem Arbeitsaufenthalt zieht es mich immer wieder zurück nach Australien. Ja, so habe ich mich in das Land Australien verliebt, mitsamt seinen Einwohnern. Klar, es ist auch nicht alles Gold was glänzt in Australien. Durch meine Aufenthalte habe ich auch bemerkt, dass gerade Touristen Australien oft ein wenig zu romantisch sehen; halt so wie man ein Land erlebt, wenn man Ferien macht. Das geht mir nicht anders. Oft sehr viel Positives und das monatliche Rechnungen zahlen von zu Hause ist weit weg. Steuererklärung oder die Rechnungen dieser Behörden sind weit weg. Da betrachtet man schnell einmal etwas durch die rosa Brille! Aber man sollte nicht vergessen, dass es eben auch dort nicht geht ohne Arbeit und Einsatz. Ausserdem ist und bleibt Australien ein Kontinent der Wetterextreme. Wenig Wasser, Sandstürme und grosse Feuer sind immer wieder einmal ein Thema und gehören zu Australien.

Sonnenuntergang in Kalbarri , Western Australien

Sonnenuntergang in Kalbarri, Western Australia

Oft erlebt man die Aussies als lockere coole Leute, welche das Leben geniessen. Ja das tun sie, aber meistens nur am Wochenende. Unter der Woche arbeiten sie oft recht hart und viel, um eben am Wochenende das Leben in vollen Zügen geniessen zu können. Klar, ich habe vor allem die Leute rund um Melbourne erlebt. Oben im Norden oder in Westen sind die Leute sicher nicht genau gleich wie in einer der zwei Metropolen Melbourne oder Sydney. Aber ich wage zu behaupten, dass wir hier in der Schweiz mehr Zeit haben, um das Leben voll auszukosten. Montag bis Freitagmittag sind viele Australier vor allem am Arbeiten.

Das faszinierende an Australien ist für mich die unendliche Vielfalt! Auf wunderbare spektakuläre Küstenlinien folgt Regenwald, anschliessend folgt eine Steppe, welche von einer roten Wüste abgelöst wird. Aber auch Bergregionen gibt es zu erkunden. Ausserdem gibt es kaum in einem Land so viele kitschig schöne natürliche Strände, von welchen man mit Taucherbrille und Schnorchel nur wenige Meter schwimmen muss, um ein Riff und deren Bewohner erkunden zu können. Auch auf dem trockenen Land gibt es unzählige Tiere zu entdecken. Klar, es gibt wohl auch kein Kontinent mit so vielen giftigen und gefährlichen Tieren. Aber ganz ehrlich, seit ich die News in Australien verfolge, erwischt es häufig unachtsame Touristen in Sachen giftige Tiere und gebissen werden. Auch bei den Krokodilen sind es oft Touristen, welche sich nicht an gewisse Regeln halten und zwischen den Zähnen landen. Beim Haifisch ist es ein wenig anders. Da erwischt es ab und zu einmal einen einheimischen Surfer. Wer sich jedoch an die Baderegeln hält, hat auch hier nichts zu befürchten.

Gasteracantha Minax - Australian Jewel Spider (Kleine Spinne mit vier grossen Zacken auf ihrem Rücken.)

Gasteracantha Minax – Australian Jewel Spider

Kulinarisch hat Australien auch sehr viel zu bieten. Der Einfluss von Asien ist allgegenwärtig. Gerade in den letzten Jahren hat sich Australien kulinarisch enorm entwickelt. Die Dichte an sehr guten Restaurants in den Städten ist hoch.

Müsste ich etwas Negatives von Australien erzählen, wären dies wohl die giftigen Tiere. Aus meiner Erfahrung ist es aber recht selten, dass man einem dieser giftigen Viecher begegnet. Und welche Liebe hat nicht auch was Negatives? 🙂

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Markus Maurer

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4 Kommentare

  1. Cooler Blogpost. Ich hasse zwar Spinnen, aber bei dieser Australian Juwel Spider muss ich sogar zugeben, schönes Tier. Hoffentlich nicht giftig 😉
    Das mit den Distanzen ist schon so, in den Ferien ist das spannend und so anders als in Europa. Aber wenn man zur Arbeit muss, können die langen Distanzen schon eine Last sein. Trotz allem können die Aussies feiern und das Leben geniessen. Und sie nehmen halt nicht immer alles so ernst. So ganz im Stil von „no worries“.

    • No worries! Das sage ich auch in der Schweiz ganz oft. Mein Aussie-Brother sagte mir zu Beginn immer: Don’t think too much!
      Zur Spinne: Nur ein klein wenig. Auf Wikipedia steht: The bite of A. minax is only mildly painful, with a temporary local reaction. Dafür ist das Netz der Spinne unglaublich klebrig. Man bringt es kaum weg.

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